Der Werksverkehr in der Region Traisen-Gölsental wird Öffentlich

Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles,Pressemeldungen | Freitag 14 Dezember 2012 10:56

Bus-Bahn-Bestens:
Der Werksverkehr in der Region Traisen-Gölsental wird Öffentlich

Seit 2008 werden stete Bemühungen von Seiten der Kleinregion, dem Verkehrsverbund und den Verkehrsbetrieben unternommen den Öffentlichen Verkehr in der Region zu verbessern und zu attraktivieren. Unter anderem wurden die zeitlichen Parallelverkehre von Bahn und Bus abgeschafft und große Investitionen in die Bahninfrastruktur getätigt. Nun ist man mit der Bahn in 37 Minuten von Lilienfeld in St. Pölten. Rückgrat dieser Verbesserungen sind die halbjährlich stattfindenden Fahrplandialoge. An diesen Fahrplandialogen nehmen die Vertreter der Kleinregionsgemeinden, Schulen und große Unternehmen gemeinsam mit dem Verkehrsverbund und den Verkehrsbetrieben teil. Dabei werden die wichtigsten Änderungen und Wünsche besprochen. „Gerade beim letzten Fahrplandialog hat sich gezeigt, wie wichtig diese Abstimmungen sind. Dabei kann man emotionslos und sachlich Änderungen diskutieren und Lösungen finden, wie am Beispiel der Schülerverkehre aus Hainfeld und St. Aegyd zu sehen ist. Bei beiden Problematiken konnte eine Lösung gefunden werden“, weiß Bürgermeister Herbert Schrittwieser als Obmann der Kleinregion.

Mit Fahrplanwechsel werden erneut Verbesserungen in Kraft treten. Die größte Neuerung ist die Integrierung der bis jetzt privat geführten Werksverkehre zu den Werken Neuman und Prefa in Marktl sowie Georg Fischer und Voest Alpine in Traisen in das öffentliche Verkehrsnetz. Damit sind nicht nur diese Busse für alle Personen zugänglich, auch für die Mitarbeiter der Firmen sind alle Busverbindungen der Linien 1545 (gesamtes Traisental) und 1560 (Traisen-Hainfeld) nutzbar. Im Fokus stand besonders die Nutzung von Synergieeffekten. „Schlussendlich zeigte sich aber, dass die Anforderungen doch sehr speziell sind und sich die Synergien in Grenzen hielten. Glücklicherweise ist das Land NÖ Dank der schnellen Intervention von LAbg. Bader im letzten Moment noch eingesprungen und hat die entstandene Finanzierungslücke gestopft“, informiert Mag. (FH) Roland Beck der Manager der Kleinregion. Generell war die Integrierung der Werksverkehre eine Mammut-Aufgabe, welche bis zum letzten Moment auf der Kippe stand. So muss auch jetzt noch eine langfristige Haltestellenlösung bei Firma Georg Fischer in Traisen gefunden werden. „Wir sind zuversichtlich gemeinsam mit der Gemeinde Traisen eine Lösung zustande zu bringen“, informiert Alfred Dorfner als zuständiger Planer von Georg Fischer.

Weiters ging mit Fahrplanwechsel die Homepage des Projekts Bus-Bahn-Bestens www.bus-bahn-bestens.at online. Auf dieser Homepage, welche speziell für die Einwohner der Region angelegt wurde, kann man sich mit Hilfe eines grafisch aufbereiteten Linienplans über das Angebot des Öffentlichen Verkehrs informieren. „Dank der direkten Anbindung an den Server des Verkehrsverbundes, erhalten die Nutzer die Anschlusszeiten in Echtzeit“, weiß DI Alexander Oswald von der Firma Raureif-Web&IT aus Eschenau, der die Homepage für die Kleinregion programmiert hat. Die Homepage ist der erste Schritt zu einem umfangreichen Bewerbungskonzept des Öffentlichen Verkehrs in der Region Traisen-Gölsental und wird der zentrale Informationsknoten der Kampagne sein.