Felssprengung zur Sicherung der Anschlussbahn Traisental

Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles | Dienstag 12 August 2014 09:45

Oberhalb der durch die Kleinregion Traisen-Gölsental als Güterbahn betriebene Bahnstrecke von Freiland nach St. Aegyd/Nw. wurde am Donnerstag den 24. Juni in der Nähe des Straßentunnels zwischen Hohenberg und St. Aegyd/Nw. die Sprengung eines Felsens durchgeführt.

„Die Lehnen entlang der Bahnstrecke werden jedes Jahr im Frühjahr untersucht um Gefährdungen für die Bahnstrecke im Vorfeld zu erkennen. Bei der letzten Untersuchung wurde erkannt, dass sich dieser Felsen aus dem Gesteinsverband gelöst hatte und zur Sicherheit gesprengt werden muss“, informiert Mag. Roland Beck als Geschäftsführer der Eisenbahngesellschaft.

Es wurden ca. 100 Tonnen Gestein mit einer dreistufigen Sprengung auf so kleine Gesteinsbrocken gesprengt, dass keine Gefährdung der unter der Sprengstelle befindlichen Bahnstrecke bestand. Mit der Sprengung wurde die Spezialfirma „Josef Kaim Bau und Sprengunternehmung“ aus Wien beauftragt. Der erfahrene Sprengbefugte Ulrich Pichler der solche Sprengungen bereits seit 23 Jahren durchführt weiß von der Schwierigkeit solcher Felssprengungen: “Wir führen im Jahr ca. 10-15 solcher Sprengungen durch. Dabei kann man sich nicht immer auf die Berechnungsergebnisse für die Sprengstoffmenge verlassen, sondern muss auch auf seine Erfahrung zurückgreifen. In diesem Fall haben wir sogar deutlich weniger Sprengstoff verwendet als die Berechnungen ergeben hätten“. Zum Schutz von naheliegenden Gebäuden wurde der Felsen mit Fleece abgedeckt, die Straße und der Radweg wurden kurzzeitig durch die Polizei gesperrt. Die Sprengung verlief nach Plan und der Zugverkehr kann weiterhin planmäßig durchgeführt werden.

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