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Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles | Donnerstag 17 Februar 2022 10:40

Kleinregion hat die Zusage als Klima- und Energie-Modellregion erhalten

Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles,Pressemeldungen | Dienstag 8 Februar 2022 11:17

Positive Zusage der Jury des Klimafonds liegt vor, ManagerIn gesucht

Mit Ende Jänner ging bei der Kleinregion Traisen-Gölsental erfreuliche Post ein. Nachdem sich die Kleinregion nach intensiven Vorarbeiten im Oktober vergangenen Jahres als Klima- und Energiemodellregion beworben hatte, erhielt sie nun nach positiver Beurteilung durch die Gremien die Genehmigung als „K&E Modellregion – Traisen-Gölsental“ durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds. Damit können die weiteren Planungs- sowie bereits Umsetzungsarbeiten erfolgen. Die allererste Aktion als frischgebackene KEM ist die Suche nach einer Modellregions-Managerin oder einem Modellregions-Managers zur Umsetzung der ambitionierten Pläne. Gesucht wird eine Person für eine Anstellung im Ausmaß von 20 Wochenstunden, welche ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigeninitiative mitbringend soll um die umfangreichen Pläne der acht teilnehmende Gemeinden umzusetzen. „Zu allererst wird der Fokus auf der detaillierten Ausarbeitung der KEM-Strategie liegen, nicht zuletzt um diese möglichst schnell mit konkreten Projekten in die Umsetzung zu bringen. Die strategische Arbeit soll spätestens in einem halben Jahr, neben der parallel beginnenden Umsetzungsarbeit abgeschlossen sein. Wir wollen die ersten drei Jahre möglichst effizient und effektiv gestalten. Die KEM-Gemeinden unserer Region sollen vom gemeinsamen energie- und klimapolitischen Engagement profitieren und einen handfesten Nutzen ziehen.“, informiert der Obmann der Kleinregion Traisen-Gölsental Manuel Aichberger, treibende Kraft hinter dem KEM-Prozess.

Tatsächlich bietet das Programm des Klimafonds umfangreiche Fördermöglichkeiten, besonders im Zusammenhang mit Gemeinden.

„Ich weiß bereits von sehr konkreten Planungen in der Region für größere Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Energiegemeinschaften. Besonders jetzt bei horrend hohen Strompreisen bieten solche Energiegemeinschaften einen doppelten Nutzen für regionale Stromerzeuger und Stromkunden. Die Stromerzeuger erhalten deutlich mehr Geld für den produzierten Strom als wenn sie diesen in das Stromnetz einspeisen. Die Stromkunden profitieren von den regionalen Strompreisen und von deutlich vergünstigten Netztarifen. Diese Energiegemeinschaften wollen wir überall wo es sinnvoll ist ermöglichen und unterstützen“, skizziert Kleinregionsmanager Roland Beck eine der vielen Maßnahmen der kommenden drei Jahre. Bei erfolgreicher Umsetzung der Programminhalte kann und soll die K&E Modellregion – Traisen-Gölsental auch länger bestehen bleiben.

„Ich freue mich persönlich sehr über die Zusage, dass wir nun Klima- und Energiemodellregion werden. Das ist ein Meilenstein, ein neues Kapitel in der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit als Kleinregion im Traisen-Gölsental. Klima- und Energiemodellregion zu werden war und ist eines meiner vordringlichsten Ziele seit Übernahme der Obmannschaft im Jahr 2019.“, so Obmann der Kleinregion Traisen-Gölsental Manuel Aichberger.

Die Stellenausschreibung für die/den ModellregionsmanagerIn ist auf der Homepage der Kleinregion www.traisen-goelsental.at abrufbar. Die Bewerbungsfrist endet am Montag, 28. Februar, das Anstellungsverhältnis soll bereits mit 1. April oder spätestens 1. Mai beginnen.

2201_Stellenausschreibung KEM-Manager

Kleinregionsmanager Roland Beck und Kleinregionsobmann Manuel Aichberger präsentierten als symbolischen Auftakt zum Start in den KEM-Prozess die Logos der Kleinregion Traisen-Gölsental sowie jenes der Klima- und Energiemodellregionen (KEM) am Lilienfelder Gemeindeamt. Dort wird in den nächsten Wochen der Bewerbungs- und Anstellungsprozess für die neue KEM-Managerstelle abgewickelt.

Die zehn vorab erarbeiteten Maßnahmen:

  • Personenmobilität: Fokus auf regionale Mobilität im hohen Alter, Mobilität ohne Auto, im Tourismus und auf das Alltagsradeln
  • Gütermobilität: Aufbauend auf die bestehenden Initiativen der regionseigenen Bahnstrecke und der Güterverkehrsanalyse, sollen Leitprojekte wie weitere Anschlussbahnen, und innovative Lösungen wie der Betrieb von Verschub-Akkuloks entwickelt werden.
  • Power-Wald-Biomasse: Als waldreichster Bezirk Österreichs, soll die Wertschöpfung in der Region aus der ökologischen Ressource Holz verstärkt werden, sowie Holz vermehrt als CO2-Speicher genutzt werden.
  • Regionale Power: Kaufkraftabfluss und konsuminduzierten CO2-Ausstoß verringern. Etablierung von regionalen Kreislaufsystemen im Konsumbereich
  • Power for the people: Ökostromangebote für die Bevölkerung – Energiegemeinschaften zum Nutzen von Energieerzeugern und Endkunden, sowie Betrieben.
  • Gebäude-Power: Energiemonitoring auf Gemeindeebene intensivieren, Gebäudesanierungen
  • Frauen-Power: Pendlerströme eindämmen, Abwanderung stoppen, Neue Arbeitsformen (Dorf-Offices) ermöglichen, Regionale Berufe im Zusammenhang mit Klimamaßnahmen schaffen, besonderer Fokus wird darauf gelegt die Abwanderung von jungen Frauen zu stoppen.
  • Sanfte- Power: Aufbauend auf den bestehenden nachhaltigen touristischen Angeboten wie der Via Sacra, dem Traisental- und Gölsentalradweg, dem Naturpark und dem Nordischen Zentrum sollen Mobilitätsangebote ökologisiert und weitere Angebote geschaffen werden.
  • Public-Power: Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
  • Projektmanagement

Die Gemeinden, der Kleinregion:
– Eschenau
– Hainfeld
– Hohenberg
– Lilienfeld– Ramsau
– Rohrbach an der Gölsen
– St. Aegyd am Neuwalde
– Türnitz
– Wilhelmsburg

Die Mitgliedsgemeinden Annaberg und Mitterbach/Erlaufsee, wollen sich zukünftig im Rahmen des Naturpark Ötscher-Tormäuer als KEM-Gemeinden engagieren, und sind deshalb formal nicht von der jetzigen Bewerbung mitumfasst.