KEM-Managerin auf Bezirkstour

Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles,Pressemeldungen | Donnerstag 9 Juni 2022 09:23

Nachdem die Kleinregion Traisen-Gölsental im Frühjahr diesen Jahres die Genehmigung als Klima- & Energie-Modellregion (KEM) Traisen-Gölsental erhalten hat, hat die Lehenrotterin Eva Leeb per Mitte April nach entsprechendem Auswahlverfahren ihre Tätigkeit als KEM-Managerin aufgenommen. In der ersten Phase gilt es, trotz bereits anstehender Umsetzungsprojekte in den Gemeinden, intensiv an der Detail-Ausarbeitung des Umsetzungskonzeptes der gesamten KEM Traisen-Gölsental zu arbeiten. Dieses soll mit Jahresende eingereicht werden, um nach der Genehmigung kommendes Jahr mit der intensiven Umsetzungsphase starten zu können. Die zehn erarbeiteten Punkte sind umfassend und weit über die Themen der Energiewende hinausgehend. Die Liste reicht vom Personen- und Güterverkehr, der vermehrten Nutzung des regionalen Rohstoffes Holz, der Kreislaufwirtschaft, über Themen wie raus aus Öl und Gas, Photovoltaik-Offensive und Kooperationen bei bestehenden dezentralen Energieerzeugern bis hin zu Energieeinsparungen bei kommunalen Gebäuden oder zum Stopp der Abwanderung von jungen Frauen aus der Region.

„Die strategische Arbeit soll spätestens in einem halben Jahr, neben der parallel beginnenden Umsetzungsarbeit, abgeschlossen sein. Wir wollen die ersten drei Jahre möglichst effizient und effektiv gestalten. Die KEM-Gemeinden unserer Region sollen vom gemeinsamen energie- und klimapolitischen Engagement profitieren und einen handfesten Nutzen ziehen“, nennt Manuel Aichberger, der Obmann der Kleinregion Traisen-Gölsental als treibende Kraft hinter dem KEM-Prozess, die Intention.

„Zu allererst wird der Fokus auf der detaillierten Ausarbeitung der KEM-Strategie liegen, nicht zuletzt um diese möglichst schnell mit konkreten Projekten in die Umsetzung zu bringen. Deshalb habe ich meine ersten Arbeitswochen intensiv dazu genutzt um alle KEM-Gemeinden und deren Entscheidungsträger zu treffen, um einerseits die neue KEM und ihre Möglichkeiten vorzustellen, andererseits aber vor allem um Anregungen, Wünsche und Projektideen entgegenzunehmen. Schließlich werden diese in die KEM-Strategie einfließen“, informiert Eva Leeb, KEM-Managerin der KEM Traisen-Gölsental.

Anfang Juni hat KEM-Managerin Eva Leeb nun ihre Tour durch alle KEM-Gemeinden beendet. Die Bezirkshauptstadt Lilienfeld bildete dabei den Abschluss. In dem rund 1,5 stündigen Arbeitsgespräch tauschten sich der ressortzuständige Energie- und Umweltstadtrat Thomas Gravogl, Vizebürgermeister Manuel Aichberger, Energieberater Matthias Zawichowski mit Assistenz und KEM-Managerin Eva Leeb anhand eines Fragebogens aus. In diesem Zusammenhang verwies  Energie- und Umweltstadtrat Thomas Gravogl etwa auf die Vorzeigeprojekte „Sonnenkraftwerk Lilienfeld“ oder die gegründete Erneuerbare Energiegemeinschaft (EEG) Lilienfeld, der er auch als Obmann vorsteht. Dabei bekräftigten Gravogl und Aichberger unisono, dass sich die Stadtgemeinde Lilienfeld eine künftige Erweiterung der Erneuerbare Energiegemeinschaft (EEG) Lilienfeld, zuerst innerorts, später sogar über die Gemeindegrenzen hinaus vorstellen könne. Die KEM Traisen-Gölsental sei für eine derartige interkommunale Zusammenarbeit im Energie- und Umweltbereich die geeignete Plattform.

Tatsächlich bietet das Programm des Klimafonds umfangreiche Fördermöglichkeiten, besonders im Zusammenhang mit Gemeinden. „Ich weiß bereits von sehr konkreten Planungen in der Region für größere Photovoltaikanlagen in Verbindung mit Energiegemeinschaften. Besonders jetzt bei horrend hohen Strompreisen bieten solche Energiegemeinschaften einen doppelten Nutzen für regionale Stromerzeuger und Stromkunden“, weiß Kleinregionsmanager Roland Beck. Die Stromerzeuger erhalten deutlich mehr Geld für den produzierten Strom als wenn sie diesen in das Stromnetz einspeisen. „Die Stromkunden profitieren von den regionalen Strompreisen und von deutlich vergünstigten Netztarifen. Diese Energiegemeinschaften wollen wir überall, wo es sinnvoll ist, ermöglichen und unterstützen“, skizziert Beck eine der vielen Maßnahmen der kommenden drei Jahre.

Bei erfolgreicher Umsetzung der Programminhalte kann und soll die „K&E Modellregion – Traisen-Gölsental“ auch länger bestehen bleiben.

 

Vlnr: Energieexperte und Gemeindeberater Matthias Zawichowski, Energie- und Umweltstadtrat Thomas Gravogl, KEM-Managerin Eva Leeb, Vizebürgermeister Manuel Aichberger und Tina Schalko, Assistenz Team Zawichowski besprachen am Gemeindeamt Lilienfeld Chancen und Nutzen sowie Anforderungen und Ziele im Rahmen der neuen Klima- und Energiemodellregion Traisen-Gölsental.

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