Klima-&Energie-Modellregions – Management gefunden

Artikel von Pleyer Manuela | Aktuelles,Pressemeldungen | Dienstag 12 April 2022 09:36

Mit Ende Jänner ging bei der Kleinregion Traisen-Gölsental erfreuliche Post ein. Nachdem sich die Kleinregion nach intensiven Vorarbeiten im Oktober vergangenen Jahres als Klima- und Energiemodellregion beworben hatte, erhielt sie im Jänner nach positiver Beurteilung durch die Gremien die Genehmigung als „K&E Modellregion – Traisen-Gölsental“ durch das Präsidium des Klima- und Energiefonds.
Nach der Nominierung der Kleinregion als Klima-&Energie –Modellregion (KEM) startet die Kleinregion Traisen-Gölsental im Sinne der Energiewende voll durch. Nach einem eigens ausgeschriebenen Bewerbungsprozess und durchgeführtem Personalhearing mit 4 Bewerberinnen und Bewerbern, wurden bereits eine Managerin und eine Mitarbeiterin gefunden.

Umfassend und weit über die Themen der Energiewende hinausgehend sind die zehn erarbeiteten Punkte der Klima- und Energie Modellregion Traisen-Gölsental. Vom Personen- und Güterverkehr, Vermehrte Nutzung des regionalen Rohstoffes Holz, Kreislaufwirtschaft, Raus aus Öl- und Gas, Photovoltaik-Offensive und Kooperationen bei bestehenden dezentralen Energieerzeugern über Energieeinsparungen bei kommunalen Gebäuden bis hin zum Stopp der Abwanderung junger Frauen aus der Region reicht die Liste. Um all das in den nächsten drei Jahre initiieren und größtenteils auch umsetzen zu können, bedarf es eines eigenen Managements und dazu holt sich die Kleinregion gleich doppelt tatkräftige Unterstützung. Ab Mitte April wird Frau DI Eva Leeb, BSc als Modellregionsmanagerin ins Regionalmanagement eintreten und die junge Klima-&Energie-Modellregion Traisen-Gölsental betreuen. Ab September verstärkt Miriam Vanicek das Team und wird ebenfalls für die Modellregion zuständig sein.

Frau Eva Leeb ist ist Mutter zweier Kinder und lebt mit ihrem Mann in Lehenrotte. Besonders qualifiziert hat sie ihr Studium für Architektur und Projektmanagement und ihre langjährige Erfahrung im Bauwesen und Projektmanagement. Sie wird mit 19. April als KEM-Managerin für die KEM tätig werden.

Frau Miriam Vanicek hat ihre Ausbildung an der Höheren Lehranstalt für Umwelt und Wirtschaft im Yspertal im Juni 2021 mit gutem Erfolg abgeschlossen und absolviert gerade ihr Freiwilliges Umweltjahr beim Klimabündnis Österreich.

„Es hat uns sehr gefreut, für die Stelle als KEM-Managerin so hochqualifizierte Bewerbungen erhalten zu haben. Gleich zwei Bewerberinnen haben neben ihren hervorragenden Qualifikationen auch perfekt in das Rollenmodell der Traisen-Gölsentalerin gepasst, auf welche wir uns in der Arbeit für unsere Region fokussieren wollen. So haben wir uns entschlossen, nicht nur eine Stelle als Managerin, sondern auch eine Stelle für eine junge Mitarbeiterin zu schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass die Beiden aufgrund ihres Wissens und ihrer Erfahrungen, ihrer Verbindung zur Region und dem gezeigten Engagement im Rahmen des durchgeführten Personalhearings für das Thema das optimale Team für eine sehr erfolgreiche Klima-&Energie Modellregion Traisen-Gölsental sein werden“, freut sich der Obmann der Kleinregion Vzbgm. Manuel Aichberger.

„Eine junge Mutter mit umfangreichem Wissen und Erfahrung im Bauwesen sowie im Projektmanagement und eine junge Frau mit hervorragend passender Ausbildung am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn, diese doppelte Chance für unsere junge Modellregion galt es zu nutzen. Wir reizen damit unser Budget für das erste Jahr als Modellregion zwar nahezu aus, ich bin aber davon überzeugt, dass man bei diesen wichtigen Themen für unsere Region und den Chancen die sich durch das Programm für unsere Region bieten, nicht genug (Wo-)menpower hineinstecken kann und freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den beiden Damen“, ist Roland Beck als Kleinregionsmanager überzeugt.

Tatsächlich wartet viel Arbeit, in der ersten Phase gilt es, trotz bereits anstehenden Umsetzungsprojekten in den Gemeinden, intensiv an der Detail-Ausarbeitung des Umsetzungskonzeptes der gesamten KEM Traisen-Gölsental zu arbeiten. Dieses soll mit Jahresende eingereicht werden um nach der Genehmigung, kommendes Jahr mit der intensiven Umsetzungsphase starten zu können.

„Für mich war es an der Zeit etwas Sinnvolles für die Gesellschaft  zu tun. Was könnte da besser passen, als im Rahmen eines Projektes wie der Klima-&Energie Modellregion Verantwortung für die Region in der ich lebe zu übernehmen. Ich freue mich deshalb sehr auf meine neue Aufgabe und bin schon gespannt auf die vielfältigen Möglichkeiten im Regionalmanagement Traisen-Gölsental“, zeigt sich die neue Modellregionsmanagerin Eva Leeb motiviert.

„Ich habe mich sehr über diese Möglichkeit für die Modellregion arbeiten zu dürfen gefreut. Das ist genau meins und ich kann es gar nicht erwarten nach meinem Freiwilligen Umweltjahr und einem Aufenthalt im Ausland mit der Arbeit in der Kleinregion zu starten“, steht Miriam Vanicek in den Startlöchern.

Klima-und Energie-Modellregionen ist ein Programm des Klima- und Energiefonds. Im Rahmen des Programms werden regionale Klimaschutzprojekte und das regionale Modellregionsmanagement ko-finanziert. Klima- und Energie-Modellregion zu sein bietet Zugang zu einem breiten Netzwerk sowie exklusiven Schulungen, Unterstützungen und Förderungen.

Die zehn vorab erarbeiteten Maßnahmen der KEM Traisen-Gölsental:

  • Personenmobilität: Fokus auf regionale Mobilität im hohen Alter, Mobilität ohne Auto, im Tourismus und auf das Alltagsradeln
  • Gütermobilität: Aufbauend auf die bestehenden Initiativen der regionseigenen Bahnstrecke und der Güterverkehrsanalyse, sollen  Leitprojekte wie weitere Anschlussbahnen, und innovative Lösungen wie der Betrieb von Verschub-Akkuloks entwickelt werden.
  • Power-Wald-Biomasse: Als waldreichster Bezirk Österreichs, soll die Wertschöpfung in der Region aus der ökologischen Ressource Holz verstärkt werden, sowie Holz vermehrt als CO2-Speicher genutzt werden.
  • Regionale Power: Kaufkraftabfluss und konsuminduzierten CO2-Ausstoß verringern. Etablierung von regionalen Kreislaufsystemen im Konsumbereich.
  • Power for the people: Ökostromangebote für die Bevölkerung – Energiegemeinschaften zum Nutzen von Energieerzeugern und Endkunden, sowie Betrieben.
  • Gebäude-Power: Energiemonitoring auf Gemeindeebene intensivieren, Gebäudesanierungen
  • Frauen-Power: Pendlerströme eindämmen, Abwanderung stoppen, Neue Arbeitsformen (Dorf-Offices) ermöglichen, Regionale Berufe im Zusammenhang mit Klimamaßnahmen schaffen, besonderer Fokus wird darauf gelegt die Abwanderung von jungen Frauen zu stoppen.
  • Sanfte- Power: Aufbauend auf den bestehenden nachhaltigen touristischen Angeboten wie der Via Sacra, dem Traisental- und Gölsentalradweg, dem Naturpark und dem Nordischen Zentrum sollen Mobilitätsangebote ökologisiert und weitere Angebote geschaffen werden.
  • Public-Power: Öffentlichkeitsarbeit und Bewusstseinsbildung
  • Projektmanagement

Die neun Mitgliedsgemeinden der Klima&Energie-Modellregion (KEM) Traisen-Gölsental:
– Eschenau
– Hainfeld
– Hohenberg
– Lilienfeld
– Ramsau
– Rohrbach an der Gölsen
– St. Aegyd am Neuwalde
– Türnitz
– Wilhelmsburg

Foto v.l.: Kleinregionsobmann Manuel Aichberger, Eva Leeb, Miriam Vanicek, Kleinregionsmanager Roland Beck Credit: Christa Stangl

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